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12. März 2021 | Dan-Prüfung von Are Johan Arp

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Am 12.03.2021 hat Are Johan Arp seine Prüfung zum 1. Dan bei Großmeister Kang, Shin-Gyu erfolgreich bestanden.


Rückblick von Are Johan Arp

Meine Taekwon-Do Erfahrungen

Ich habe vor etwas mehr als 11 Jahren mit der Kampfkunst Taekwon-Do begonnen. In dieser Zeit
habe ich viele Dinge gelernt, die auch außerhalb des Taekwon-Do nützlich sind. Unter anderem
Disziplin, Durchhaltevermögen und Respekt anderen gegenüber. In diesen nun mehr als 11 Jahren
ist eine Menge passiert und ich versuche im Folgenden auf die wichtigsten Ereignisse einzugehen
und sie zu reflektieren.

Damals war ich gerade fünf Jahre alt und noch im Kindergarten, da gab es einen Tag der
offenen Tür im Kang Center. Ich erinnere mich noch relativ gut an die Eindrücke, die ich zu Beginn
hatte. Beim ersten Betreten des Dojang sah ich wie zwei erwachsene und schon deutlich
fortgeschrittene Schüler gegeneinander kickten, ohne sich zu berühren und dabei laute
Kampfschreie von sich gaben. Das hatte mich einerseits fasziniert und andererseits
eingeschüchtert. Nach dem ersten gemeinsamen Probetraining mit den anderen Schülerinnen und
Schülern war ich jedoch sehr begeistert und wollte unbedingt angemeldet werden (24.09.2009).

Meine Erinnerungen an die ersten Jahre sind zwar nicht mehr sehr ausgeprägt, ich kann mich
jedoch noch an einiges erinnern. Zum Einen hat es mir großen Spaß gemacht immer neue Hyongs,
Kicks und Einschrittkampftechniken zu lernen und zum Anderen fand ich es super mit so vielen
Kindern in meinem Alter trainieren zu können. Auch meine Großeltern waren sehr angetan von
meinem neuen Hobby.

Als ich dann in die Schule kam war Taekwon-Do für die meisten ebenfalls ein Fremdwort. Der
Großteil meiner Freunde hat damals Fußball gespielt. Da war es natürlich relativ hart als einzelner
etwas vollkommen anders zu machen und motiviert zu bleiben. Doch meine Mutter hat mich
mehrfach bestärkt Taekwon-Do nicht aufzugeben und ich bin ihr im Rückblick auch sehr dankbar
dafür. Darüber hinaus war ich als kleines Kind sehr still, schüchtern und zurückhaltend, es rollte
manche Träne im Training, wenn mir etwas zu viel und zu laut wurde. Doch ich denke diese
Eigenschaften sind durch das stetige weitermachen auch irgendwann größtenteils verschwunden.
Auch das freundschaftliche und familiäre Umfeld im Kang Center hat sicherlich dazu beigetragen.
Kurz darauf wechselte ich auf die weiterführende Schule und meine Motivation weiter regelmäßig
zum Training zu gehen wurde ein weiteres Mal auf die Probe gestellt. Zu der Zeit ging es mir
wahrscheinlich wie den meisten Jungs in meinem Alter. Ich hatte wenig Lust auf irgendwelche
Verpflichtungen und wollte lieber mit meinen Freunden am Computer spielen. Die meisten meiner
Freunde hörten mit ihren Hobbys auf, da sie laut ihren Eltern sich mehr für die Schule einsetzen
sollten oder schlichtweg keine Lust mehr hatten. Aber auch hier muss ich mich noch einmal bei
meiner Mutter bedanken, die mir klargemacht hat, das ich den Sport als Ausgleich brauche und es
doch schade wäre, wenn ich all das, wofür ich bis zu dem Zeitpunkt schon mehrere Jahre trainiert
habe, einfach an den Nagel hänge.

Seit einigen Jahren darf ich beim Kindertraining assistieren. Anfangs war ich besorgt, dieser
Aufgabe nicht gewachsen zu sein, anderen Schülerinnen und Schülern etwas beizubringen.
Trotzdem habe ich mich dieser Herausforderung gestellt und bin sehr gerne dabei.
Im Nachhinein bin ich sehr zufrieden darüber, dass ich Taekwon-Do so früh als Hobby für mich
entdecken konnte. Es ist faszinierend wie vielseitig diese Kampfkunst ist. Man kann jede Stunde
etwas neues lernen und sich immer weiterentwickeln. Das ist wahrscheinlich auch der Grund
wieso ich auch nach über 11 Jahren immer noch viel Spaß am Training habe.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch noch einmal bei allen Meistern und Übungsleitern bedanken, bei denen
ich über die Jahre trainiert habe. Ich konnte von jedem eine Menge lernen und alle haben
versucht, das Beste aus mir herauszuholen. Dafür bin ich sehr dankbar!

Text von Are Johan Arp, im Januar 2021


Taekwon-Do aus Sicht einer Mutter

Auf der Suche nach einer Sportart mit wenig Verletzungsrisiko und großer Vielfalt kam mir der
Zeitungsartikel und der Tag der offenen Tür im Jahr 2009 sehr gelegen.

Are war vom ersten Augenblick an fasziniert. Am Anfang reichte ihm eine Trainingsstunde nicht
aus. Es mussten immer Doppelstunden sein! Es war spannend so manche Trainingseinheit mit zu
verfolgen, wie sich Beweglichkeit, Koordination, Schnelligkeit und Kraft im laufe der Zeit
entwickelt haben.

In Phasen in denen die Lust auf Taekwon-Do nachließ, weil andere Dinge viel wichtiger erschienen,
war das Durchhaltevermögen auf beiden Seiten gefordert. Der Einsatz, Are immer wieder zu
motivieren, hat sich gelohnt.

Auch ein ganz großes Dankeschön an die Meister und Übungsleiter.

Mutter von Are, im Januar 2021

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