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17. Juli 2020 | Dan-Prüfung von Nils Hagelstein

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Am 17.07.2020 hat Nils Hagelstein seine Prüfung zum 1. Dan bei Großmeister Kang, Shin-Gyu erfolgreich bestanden. 

Besser als Urlaub | von A.J.

Am 17.  Juli 2020 fand ein besonders Training mit Großmeister Kang statt. Bei geradezu perfekten Wetterbedingungen haben wir zunächst im Park Planten un Blomen eine passende Fläche gewählt. Von Wegen und Bäumen begrenzt hatten wir so rund 800 Quadratmeter an einer geradezu repräsentativen Ecklage, die wir mit einem zentral platzierten Kang Center-Viermeterbanner vorübergehend als „unseren Bereich“ kenntlich machten.

Dass dieses selbstbewusste Auftreten angemessen war, sollte sich in den nachfolgenden Darbietungen zeigen. Insbesondere die Prüfung eines Schülers zum ersten Dan, die während des Trainings stattfand, wird für die zahlreichen spontan hinzugekommenen Zuschauer einen hohen Unterhaltungswert gehabt haben. Tatsächlich haben sogar einige von ihnen das gesamte Training auf Video festgehalten.

Natürlich vermittelte auch die hohe Anzahl der Dan-Träger, dass wir hier Taekwon-Do auf eher höherem Niveau trainieren. Das Training, der Rahmen für die Dan-Prüfung, konzentrierte sich auf die Übung komplexerer Kombinationen, wie zum Beispiel die sogenannten „Portland-Kombinationen“ sowie die WonHyo und die HwaRang Hyong.

Die Inhalte der Dan-Prüfung basierten auf den Übungen des Trainings, wurden jedoch hier meist um wenigstens einen Schwierigkeitsgrad erhöht, entweder durch Einbindung einer oder zahlreicher Bruchtests in einer Kombination oder durch die Maßgabe, die jeweilige Hyong gespiegelt oder rückwärts oder in Reaktion auf die jeweils komplementäre Kombination durchzuführen.

Der Schüler hat die Prüfung zum ersten Dan in beeindruckender Weise bestanden. Er hat so viel Holz zerkleinert, dass wir damit wohl einige Stunden Lagerfeuer hätten machen können. Zu den besonders erwähnenswerten Bruchtest zählen für mich ein Neufach-Bruchtest im Rahmen einer entsprechenden Kombination „DwitChagi — ApChagi — NaeryoChagi — AnuroNaeryoChagi — Pituro Chagi — DollyoChagi — PandaeDollyoChagi — YopChagi — PandaeDollyoChagi“ sowie ein „360er PandaeDollyoChagi“ mit verbundenen Augen und vom Bretthalter einhändig gehaltenem Brett auf Augenhöhe.

Die besonders hohe Aufmerksamkeit, die dieser Dan-Prüfung zuteilwurde, war entsprechend sehr angemessen.

Zum entspannten Ausklang hat Großmeister Kang dann auch noch Pizza anliefern lassen. Sensationell!



Rückblick von Nils Hagelstein

Mein Name ist Nils, ich bin 30 Jahre alt und seit 2017 Alumni der Technischen Universität Hamburg. Nach meinem Abschluss gab es in meinem Leben viele Veränderungen. Ich habe begonnen zu arbeiten, aus meiner Freundin wurde meine Frau und seit April 2019 sind wir zu dritt. Studentenparties sind Familienausflügen gewichen und anstatt am Wochenende bis zum Mittag im Bett zu liegen stehe ich nun früh auf, um mit meinem Sohn zu frühstücken.

Eine Sache hat sich seit damals nicht verändert. Ich bin noch immer Schüler im Kang Center und trainiere dort traditionelles Taekwon-Do unter Großmeister Kang, Shin-Gyu. Zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Textes bin ich Träger des 1. Kup und stehe kurz vor meiner Prüfung zum 1. Dan.

Dieser Zeitpunkt scheint mir ideal, um mich daran zu erinnern wann ich mit dem Taekwon-Do begonnen habe und wie es mich seitdem begleitet.

Im Herbst 2014 war ich auf der Suche nach einer neuen Sportart als Ausgleich zu meinem Studium. Da mich Kampfkunst schon immer fasziniert hatte, suchte ich beim Hochschulsport nach Angeboten aus diesem Bereich und wurde fündig. Es gab zu der Zeit eine zum Kang Center gehörende Gruppe auf dem Campus der TUHH und so besuchte ich am 4. Oktober 2014 zum ersten Mal das Taekwon-Do Training.

In den folgenden Wochen steigerte ich mein Engagement und besuchte zusätzlich die Hochschulsport-Stunden im Kang Center. Von Anfang an faszinierte mich die Kraft und Präzision mit der Meister Kang und seine Schüler die Techniken ausführten. Viel mehr noch faszinierte mich die scheinbar eiserne Willenskraft und das Durchhaltevermögen der Aktiven. Für mich stand fest: Das will ich auch!

Es zeigte sich, dass meine durch das Training gesteigerte körperliche Fitness und Willenskraft auch positive Auswirkungen auf mein Studium hatten. So konnte ich mich zunehmend länger und besser auf komplizierte Sachverhalte konzentrieren. Außerdem schlief ich besser und hatte mehr Energie als jemals zuvor.

Heute, fast 6 Jahre später, trainiere ich noch immer mit derselben Begeisterung wie damals. Um ausreichend Zeit für meine Familie zu haben, trainiere ich einmal pro Woche am Abend und zweimal pro Woche noch vor der Arbeit morgens um 6:15. Diese Lösung stellt für mich keinen Kompromiss dar, sondern ist vielmehr die logische Konsequenz disziplinierten Trainings.

Vielen Dank an Meister Kang und die Übungsleiter für das hervorragende Training.

Ich freue mich, dass ich über den Hochschulsport Hamburg zum traditionellen Taekwon-Do gefunden habe.

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